Das Walliser Schwarznasenschaf

 

 

Abstammung - Verbreitung

Beim Schwarznasenschaf handelt es sich um eine genügsame Landrasse, die den harten Bedingungen des Gebirges sehr gut angepasst ist. Diese einmalige Rasse ist im Oberwallis, das heißt im deutschsprachigen Teil des Kantons Wallis, beheimatet. Es gibt Anzeichen, dass diese Rasse bereits seit dem 15. Jahrhundert besteht. Das Walliser Schwarznasenschaf hat eine asaisonale Trächtigkeit, ist also nicht auf eine Bestimmte Geburtszeit fixiert und bring pro Jahr im Schnitt 1,6 Lämmer zur Welt. 

 

Typische Rassemerkmale   

Das Walliser Schwarznasenschaf ist eine Gebirgsschafrasse mit einer gleichmässigen Bewollung am ganzen Körper. Die Behornung und Farbenmerkmale prägen das einzigartige Erscheinungsbild vom Walliser Schwarznasenschaf. Das Walliser Schwarznasenschaf hat einen harmonischen, robusten und großrahmigen Körperbau.

Die schwarze Nase bis zur Kopfmitte gibt dem Schwarznasenschaf seinen Namen. Die schwarze Färbung zieht sich weiter ohne Unterbruch bis hin zu den Augen. Ebenfalls sind die Ohren bis an den Kopf schwarz. Zusätzlich finden wir schwarze Flecken an den Sprunggelenkhöckern und an den Vorderknien. Zudem sind die Beine kurz schwarz gestiefelt. Die weiblichen Tiere verfügen über einen Schwanzflecken. Typisch für das Schwarznasenschaf sind die schrauben- bzw. spiralenförmigen Hörner. Eine bedeutende Rolle kommt der Wolle zu, das heisst, der ganze Körper, der Kopf und die Beine sollten gleichmässig bewollt sein. Widder liefern jährlich einen Wollertrag von 3,5 bis 4,5kg, Auen 3 bis 4 kg. Die Wolle ist rau, langfaserig und erreicht eine Länge von weit mehr als 10cm.